Heiße Weihnachten für die FF Werderau!
Am 1. Weihnachtsfeiertag um 15:58 Uhr erreichte die Integrierte
Leitstelle der Feuerwehr Nürnberg eine Vielzahl von Notrufen aus dem
Bereich der Paumgartnerstraße im Ortsteil Gostenhof über einen
massiven Dachstuhlbrand mit starker Rauchentwicklung. Schon bei der Anfahrt
des ersten Löschzuges von der nahen Feuerwache in der Reutersbrunnenstraße
konnte dies vom Einsatzleiter bestätigt werden, so dass die Alarmstufe
sofort heraufgesetzt wurde. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle waren aus
dem Haus von verschiedenen Stockwerken verzweifelte Hilferufe hörbar.
Über der Dachgeschosswohnung waren auf ca. 20 m Länge des Dachstuhles
große Flammen sichtbar. Zur Brandbekämpfung wurden massiv Kräfte
der Berufsfeuerwehr eingesetzt. Zur Abdeckung des Brandschutzes im Stadtgebiet
wurden daher die Freiwilligen Feuerwehren Buchenbühl, Gartenstadt und
Werderau in ihre Gerätehauser zur Bereitschaft alarmiert. Die Freiwillige
Feuerwehr Werderau brachte um 17 Uhr heiße Getränke zur Einsatzstelle
und versorgte gegen 21 Uhr nochmals die seit Stunden eingesetzten Feuerwehrmänner
mit einem Imbiss.
Um 17:44 Uhr wurde ein weiteres Feuer am Hummelsteiner Weg gemeldet. Das in
Bereitschaft stehende, mit 9 Mann besetzte LF 16/12 der FF Werderau war die
erste eintreffende Einheit an der Einsatzstelle. Vorgefunden wurde ein heftiger
Brand auf dem Balkon im ersten Stock, die Fenster zur Wohnung waren bereits
alle zerstört, die Flammen schlugen in die Wohnung und über die
Brüstung des darüber liegenden Balkons. Sofort wurde im Außenangriff
der Schnellangriff durch den Melder vorgenommen, um den bevorstehenden Flammenüberschlag
zu verhindern. Zeitgleich wurde der auf der Anfahrt ausgerüstete Angriffstrupp
mit einem C-Rohr über das Treppenhaus zur Brandbekämpfung eingesetzt.
Der Schlauchtrupp bereitete das Rohr vor, der Wassertrupp stellte die Wasserversorgung
vom nahen Hydranten sicher. Der Maschinist leuchtete die Einsatzstelle aus.
Da der von der Polizei übergebene Schlüssel für keine der
Wohnungen passte, wurde schließlich die Türe gewaltsam geöffnet,
da der Rauch bereits durch die Ritzen drang. Zusammen mit dem Trupp des zwischenzeitlich
eingetroffenen Löschfahrzeugs der Feuerwache 5 wurde in die Wohnung eingedrungen
und diese durchsucht, zum Glück hielt sich niemand darin auf. Im Wohnzimmer
führte die enorme Hitze zu Abplatzungen des Deckenputzes. In der Zwischenzeit
wurde im Außenangriff ein weiteres C-Rohr durch die Berufsfeuerwehr,
unterstützt von der ebenfalls eingetroffenen FF Gartenstadt, über
Leitern vorgenommen. Nach knapp 2 Stunden konnten wir wieder einrücken.
